Über 50 Stunden nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz läuft die Suche nach den Vermissten ununterbrochen weiter – und Helfer suchten gezielt mit Sonden nach Lebenszeichen. «Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches», sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend der dpa.
Stille an der Einsatzstelle
An der Unglücksstelle wurde es zeitweise sehr still. Anja Weigel, Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, sagte dazu: Es seien Hohlräume freigelegt worden, diese würden gerade von Kameraden des THW per Ortung untersucht – mit Sonden. «Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle.»
«Wir haben in den Trümmerkegel mit Megafon herein gesprochen, dass Reaktionen gezeigt werden sollen», sagte eine THW-Sprecherin. Zwei Teams hätten unabhängig voneinander versucht, auf diese Weise Ergebnisse zu erzielen. Leider hätten die aktuellen Messungen mit Ortungsgeräten nichts ergeben – daher würden die Sucharbeiten fortgesetzt. Am Abend begann es derweil in Görlitz zu regnen.
Drei Vermisste
Das Haus war am Montag gegen 17.30 Uhr eingestürzt. An der Unfallstelle wird nach drei Menschen gesucht. Von den zwei Frauen und einem Mann fehlt jedes Lebenszeichen. Einer Sprecherin der Feuerwehr nach könne sich die Zahl der Opfer noch erhöhen, da nicht auszuschließen sei, dass sich zum Zeitpunkt des Einsturzes Menschen auf dem Gehweg vor dem Haus befunden hatten.
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