Die iranische Führung will nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) einreisen lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Schweiz.
Der Iran wollte die Aussagen nicht bestätigen. Eine entsprechende Entscheidung müsse zuvor mit dem Parlament und dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt werden, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die iranische Delegation hatte einer Teilnahme des IAEA-Generaldirektors Rafael Grossi an den Verhandlungen abgelehnt.
US-Präsident Donald Trump teilte unterdessen mit, der Iran müsse die Inspektoren in das Land lassen. »Jeder ist sich voll bewusst, dass der Iran umfangreichen Waffeninspektionen zustimmen wird, um ›nukleare Ehrlichkeit‹ auf lange Sicht zu gewährleisten«, schrieb er.
Die IAEA hatte seit dem Herbst keinen Zugang mehr zu den iranischen Anlagen zur Urananreicherung. Damals hatten die Inspektoren einige Standorte des Atomprogramms besichtigt, die nicht durch die israelischen und US-Angriffe im Juni 2025 beschädigt worden waren.
Unterhändler sollen Gespräche weiterführen
Vance hat die Verhandlungen in der Schweiz bereits verlassen. Die Gespräche mit dem Iran gingen auf technischer Ebene weiter, sagte er. »Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen«, sagte Vance. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die Einigung innerhalb von 60 Tagen zu erreichen.
Vance zufolge wurde unter anderem ein Prozedere vereinbart, damit die Straße von Hormus geöffnet bleibt. Die Meerenge sei »vollständig geöffnet«, teilte Trump mit und drohte dem Iran erneut. Wenn der Iran seine Verpflichtungen nicht einhalte oder sich nicht benehme, »werde ich tun, was ich tun muss«, sagte er vor Journalisten.
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