Die Vereinten Nationen (UN) warnen wegen der Kürzung von Finanzmitteln vor einem Wiederaufflammen der weltweiten HIV-Epidemie. Das teilte die UN-Organisation UNAIDS zum Auftakt der Internationalen Aids-Konferenz in Brasilien mit. Demnach sanken die Gelder im vergangenen Jahr um mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar (1,32 Milliarden Euro) auf 7,3 Milliarden US-Dollar (6,42 Milliarden Euro). Damit hätten sie den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht. Ohne erneutes Engagement drohten die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichtegemacht zu werden, hieß es.
Laut UNAIDS ist die Zahl der HIV-Infektionen und Aids-Toten zwar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 30 Jahren. HIV-Programme
stünden jedoch in vielen Ländern unter Druck. Das globale Ziel, Aids bis 2030 als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu beseitigen, sei in Gefahr. Im vergangenen Jahr hätten sich rund 1,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert, hieß es.
Ein Hauptgrund für den Rückgang der Mittel sind Kürzungen
durch die USA. Diese hatten zuvor 75 Prozent der internationalen HIV-Hilfen
bereitgestellt.
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