Wegen des Verdachts der Fortführung der verbotenen rechtsextremen Vereinigung »Artgemeinschaft«
durchsucht die Polizei Objekte in fünf Bundesländern. Grundlage sei ein
Verfahren gegen insgesamt 15 Beschuldigte, sagte eine Sprecherin der
Staatsanwaltschaft in Halle der Nachrichtenagentur dpa. Ihnen werde
vorgeworfen, die »Artgemeinschaft« zu unterstützen. Zuvor hatten der Spiegel und die Volksstimme berichtet.
Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigt der ZEIT, dass Durchsuchungen seit dem frühen Donnerstagmorgen im Gange seien. Schwerpunkt sei Sachsen-Anhalt, zudem liefen den Angaben zufolge Einsätze in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und
Nordrhein-Westfalen.
Unter anderem seien Kräfte der
Landeskriminalämter im Einsatz. In Nordrhein-Westfalen durchsuchte die Polizei Objekte
in Lippstadt sowie an zwei weiteren Orten im Kreis Lippe und im Kreis
Höxter, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr. In Brandenburg
betrafen die Durchsuchungen demnach jeweils ein Objekt in
Potsdam und in Zossen südlich von Berlin.
Die »Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung«, wie ihr vollständiger Name lautet, wurde 2023 vom Bundesinnenministerium verboten.
Die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) bezeichnete sie als
»sektenartige, zutiefst rassistische und antisemitische Vereinigung«. Die Gruppierung klagte gegen das Verbot, das aber im April vom
Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurde.
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