ZEITmagazin: Frau Mahler, Sie sind eine der bekanntesten deutschen Dokumentarfotografinnen. Begonnen haben Sie aber Ende der Siebziger bei der »Sibylle«, einem legendären Modemagazin der DDR. Ihre Modeaufnahmen dort haben Sie einmal so beschrieben: »Wir haben nicht nur Mode fotografiert, wir haben Bilder gemacht, die uns wichtig waren.« Was war Ihnen damals bei der »Sibylle« wichtig zu zeigen – jenseits der Kleidung?

Ute Mahler: Die Sibylle bot die wunderbare Möglichkeit, alle zwei Monate eine Veröffentlichung zu haben. Wo konnten denn Fotografen im Osten schon veröffentlichen? Klar, es gab in der DDR Magazine und Zeitungen, allerdings wenige. Und die haben mit ihren fest angestellten Fotografen gearbeitet. Die Sibylle war eine Plattform für uns freie Fotografen. Und dass es jetzt Modefotografie war, die man da machen musste, na gut. Ich habe sowieso mehr das Porträthafte daran gesehen. Als Möglichkeit, Frauen zu fotografieren. Mit einer Ernsthaftigkeit. Anders als der offizielle Optimismus. Und dann habe ich mir Geschichten ausgedacht – so wie kleine Filme.

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Diese Fragen beantwortet der Artikel:

  • Wie wurde die »Sibylle« für Ute Mahler zur besonderen Plattform der DDR-Modefotografie?
  • Was unterschied Ute Mahlers Bilder und die »Sibylle« von westlichen Modezeitschriften?