US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. »Ich glaube, er ist fast vorbei«, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News, das in Auszügen auf sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Trump zufolge würde der Iran zwei Jahrzehnte brauchen, um das Land erneut aufzubauen, sollten die USA sich nun zurückziehen. »Und wir sind noch nicht fertig«, sagte der US-Präsident.
Trump sagte erneut, der Iran sei an einem Abkommen interessiert. Zuvor hatte der US-Präsident vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht. In Europa oder in Pakistan »könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren«, sagte er der New York Post ohne weitere Details zu nennen. Auch anderen unbestätigten US-Medienberichten zufolge könnte bereits am Donnerstag ein weiteres Treffen folgen.
Vance spricht von großem Misstrauen
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war am vergangenen Wochenende eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Laut dem US-Präsidialamt war insbesondere mit Blick auf die von den USA geforderte Einigung über das iranische Atomprogramm zunächst keine Verständigung möglich.
Trotz des Abbruchs der Gespräche zeigte US-Vizepräsident JD Vance sich erneut zuversichtlich über den Verlauf der Verhandlungen. Es gebe zwischen den Kriegsparteien zwar viel Misstrauen, das nicht über Nacht gelöst werden könne, sagt Vance auf einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Allerdings seien enorme Fortschritte erzielt worden.
Bisher sei kein Abkommen möglich gewesen, weil die USA eine Vereinbarung anstrebten, laut der »der Iran keine Atomwaffen besitzt«, sagte Vance. Die iranischen Unterhändler wollten jedoch eine Einigung erzielen. »Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht«, sagte der US-Vizepräsident.
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