US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben vorerst keine Absichten, den Chef
der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zu entlassen. “Ich habe keinen Plan, das zu tun”,
sagte Trump in einem Interview mit der
Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch zu früh, um zu sagen,
was er letztendlich tun werde. Trump deutete an, dass er entweder den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh oder den
Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, als
Nachfolger für Powell nominieren werde. Er werde in den nächsten
Wochen eine Entscheidung bekanntgeben.
Gegen Powell laufen strafrechtliche Ermittlungen. Das Justizministerium in Washington, D.C. hat sie eingeleitet wegen Kostenüberschreitungen bei einem 2,5
Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt am Hauptsitz der
Fed. Powell hatte die Untersuchung öffentlich gemacht und weist die Vorwürfe zurück. Er bezeichnete das Vorgehen
als Vorwand, um ihn wegen der von Trump seit langem geforderten
Zinssenkungen unter Druck zu setzen.
Einflussreiche republikanische
Senatoren sowie ausländische Wirtschaftsvertreter und Investoren
kritisierten den Schritt als eine Politisierung der Geldpolitik.
Trump wies die Kritik zurück. “Das ist mir egal”, sagte er. “Sie
sollten loyal sein. Das ist es, was ich sage.”
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