US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz von ausländischer Technik im US-Stromnetz in Teilen verboten und sich dabei auf einen nationalen Notstand berufen. Der Erlass untersagt den Kauf und die Installation von Ausrüstung, einschließlich zugehöriger Software, die Risiken für die Cybersicherheit oder den Betrieb bergen könnte. Der US-Energieminister soll zudem Auflagen für die weitere Nutzung bereits installierter Technik erlassen.
Der Schritt ist das jüngste Beispiel für das US-Vorgehen gegen Technik aus China. Die EU-Kommission hatte in diesem Jahr bereits entschieden, in China hergestellte Wechselrichter von öffentlich finanzierten Energieprojekten auszuschließen.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im vergangenen Jahr berichtet, dass US-Experten in einigen chinesischen Solarwechselrichtern nicht deklarierte Kommunikationsgeräte gefunden hatten. Die Fachleute hatten die an Stromnetze angeschlossenen Anlagen zerlegt, um sie auf Sicherheitsprobleme zu überprüfen.
US-Militär plant nukleare Mikroreaktoren an fünf Stützpunkten
Das US-Militär teilte unterdessen mit, die US-Stromversorgung durch die Installation von nuklearen Mikroreaktoren an fünf Stützpunkten sichern zu wollen. Die Anlagen sollen als zuverlässige, vom kommerziellen Stromnetz unabhängige Energiequelle dienen. Derzeit speisen in den Vereinigten Staaten noch keine nuklearen Mikroreaktoren Strom in das öffentliche Netz ein.
Fünf vom Militär ausgewählte Unternehmen erhalten laut der Ankündigung über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar für den Bau und den Betrieb der Mikroreaktoren, sofern sie die festgelegten Leistungsvorgaben erfüllen. Vertreter der US-Streitkräfte und der Industrie teilten mit, Mikroreaktoren könnten als ausfallsichere Energiequelle für kritische Infrastruktur in militärischen Einrichtungen dienen. Die Reaktoren können jahrelang ohne Nachfüllen von Brennstoff betrieben werden.
