In Frankreich ist ein deutscher Serienmörder zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Nantes sprach den 55-jährigen Martin N. wegen des Mordes an einem Zehnjährigen schuldig, wie mehrere französische Medien übereinstimmend aus dem Gerichtssaal berichteten.

Der Zehnjährige war im April 2004 aus einem Schullandheim in Westfrankreich entführt worden. Seine Leiche wurde wenige Wochen später unbekleidet in einem Teich rund 30 Kilometer entfernt entdeckt.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der
Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer betonte, der Mord trage »die
Handschrift« des Angeklagten. Der Angeklagte, der die Vorwürfe während des Verfahrens bestritten hatte, nahm das Urteil regungslos auf.

In Deutschland ist N. als »Maskenmann« bekannt und bereits wegen dreifachen Kindsmordes schuldig gesprochen. Zwischen 1992 und 2001 missbrauchte der frühere Pädagoge minderjährige Jungen und ermordete drei Kinder. 2011 wurde er in Hamburg-Wilstorf festgenommen und ein Jahr später zu lebenslanger Haft verurteilt. Die meisten seiner Taten hatte er im Prozess gestanden.