Unwetter haben in der Nacht in mehreren Teilen des Landes zu Verletzten und Sachschäden geführt. In Thüringen, Brandenburg, Bayern und Rheinland-Pfalz stürzten mehrere Bäume wegen starker Winde und Regens um. Mehrere Autobahnabschnitte waren zwischenzeitlich nur eingeschränkt befahrbar. Im rheinland-pfälzischen Mayen wurden zwei Menschen durch einen umfallenden Baum schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.
»Wir sind noch dabei, uns einen Überblick über die Lage zu verschaffen«, sagte eine Polizeisprecherin im rheinland-pfälzischen Montabaur. Auch aus den Regionen um Koblenz sowie Trier wurden Schäden und Stromausfälle gemeldet. Im Westerwald haben Sturmböen teils Wände aus Häusern gerissen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete.
Im hessischen Laubach beschädigte ein umstürzender Baum einen Gastank in einem Wohnhaus. Weil Gas austrete, laufe ein Feuerwehreinsatz, hieß es am frühen Morgen von der Polizei. Gefahr für die Bevölkerung bestehe zwar keine, sagte ein Polizeisprecher. Dennoch sei der Bereich im Umkreis von 200 Metern geräumt worden.
Gewitter auch am Donnerstag
Laut der Europäischen Unwetterdatenbank soll es im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree einen Tornado gegeben haben. Ein Dach wurde demnach abgedeckt, und mehrere Bäume stürzten um. In Thüringen gab es nach Polizeiangaben mehrere wetterbedingte Einsätze. Unter anderem seien Keller vollgelaufen und Autos durch umfallende Bäume beschädigt worden.
In Unterfranken sind ebenfalls mehrere Fahrzeuge beschädigt worden. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor Gewittern in mehreren Teilen des Landes gewarnt. Für die Nacht sagten die Meteorologen vor allem für den Westen starken Regen, Hagel und Sturmböen voraus. Danach sollen die Gewitter in den Osten ziehen. Am Donnerstag sind laut DWD im Norden und Süden Donner, Blitze und Regen möglich.
