Heftiges Gewitter haben in Baden-Württemberg eine Welle von Feuerwehreinsätzen ausgelöst. Starkregen, Sturmböen und Hagel entwurzelten Bäume, überfluteten Straßen und Keller, deckten Dächer ab und beeinträchtigten vereinzelt auch den Bahnverkehr.
Ein Stadtteil in Singen im Kreis Konstanz musste wegen des heftigen Unwetters abgesperrt werden und war nicht mehr anfahrbar. Eine Vielzahl von Dächern sei durch schwere Sturmböen abgedeckt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Etwa 100 Häuser seien beschädigt und unzählige Bäumen würden auf Straßen liegen. Verletzte habe es laut aktuellem Stand nicht gegeben. Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis wurde ein Regionalzug auf freier Strecke durch herabgestürzte Äste ausgebremst. Sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach teilte mit, dass das Wetter am Wochenende zur Ruhe kommen werde. Am Samstag werde die Südhälfte Deutschlands am weitesten von Schauern verschont. Stattdessen rechnet der DWD mit ein paar Sonnenstunden, dazu sommerliche 27 Grad. Die Nordwesthälfte muss dagegen weiterhin mit dichter Bewölkung und gebietsweise mit Schauern rechnen. Daher ist es dort auch kühler, die Tageshöchstwerte liegen bei maximal 21 bis 24 Grad, wie DWD-Meteorologe Robert Hausen mitteilte.
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