In Deutschland gibt es 1,7 Millionen Alleinerziehende. Das andere Elternteil – meist der Vater – muss Unterhalt für das Kind entrichten. Bei rund der Hälfte der Fälle aber geschieht das nicht oder nicht ausreichend. Dann springt der Staat ein mit dem so genannten Unterhaltsvorschuss. Den können Alleinerziehende derzeit bis zum 18. Geburtstag des Kindes beziehen. Die Kosten belaufen sich über drei Milliarden Euro im Jahr, von denen gerade mal 18 Prozent von den säumigen Unterhaltsverpflichteten eingetrieben werden.
Zu teuer, sagt Familienministerin Karin Prien von der CDU. Nach neuen Plänen soll der Anspruch künftig schon enden, wenn das Kind 16 Jahre alt wird. Delia Keller ist Aktivistin, Designerin und alleinerziehende Mutter und hält diese Sparmaßnahme für den falschen Weg.
