Der Kinderschutzbund hat die Kürzungspläne der Regierung beim Unterhaltsvorschuss kritisiert. Dadurch werde Kinderarmut verschärft, statt sie zu bekämpfen, sagte der Geschäftsführer des Kinderschutzbund-Bundesverbandes, Daniel Grein in der ZDF-Sendung heute journal up:date. Nach Plänen der Bundesregierung soll der Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag gezahlt werden.
Grein warnte vor den Folgen für betroffene Familien: »Wir haben ein großes Problem mit Kinderarmut in dem Land schon sehr viele Jahre, und wir wissen auch, dass die am meisten von Armut betroffene Gruppe überhaupt Alleinerziehende sind.«
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hatte zuletzt angekündigt, den Anspruch auf den sogenannten Unterhaltsvorschuss
einzuschränken. Dabei geht es um staatliche Zahlungen an alleinerziehende
Eltern, wenn nach einer Trennung unterhaltspflichtige Ex-Partner, in
der Regel Väter, ihren Beitrag schuldig bleiben. Der Vorschuss wird dann vom Staat ausgelegt.
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