Die Gefahr für Helfende steigt: 2025 wurden mehr als 900 Mitarbeitende von Hilfsorganisationen angegriffen. Ein Grund ist der verstärkte Einsatz bewaffneter Drohnen.
© Dawoud Abu Alkas/Reuters
Im vergangenen Jahr sind laut
den Vereinten Nationen (UN) so viele humanitäre Helferinnen und Helfer in
Krisen- und Konfliktgebieten angegriffen worden wie nie zuvor. Von den 907 Helfenden, die Angriffen ausgesetzt waren, sind nach Angaben des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe 350 getötet, 322 verwundet und 235 verschleppt worden. Die Zahl der
getöteten Helfer ist den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr, als 387 Menschen
getötet wurden, leicht gesunken.
Ein Grund für die zunehmende Gefahr ist den UN zufolge der
verstärkte Einsatz bewaffneter Drohnen. Die Verbreitung von billigen und flexibel
einsetzbaren Fluggeräten in Konflikten habe die Risiken erhöht, teilte der UN-Nothilfekoordinator Tom
Fletcher mit. Im März seien bei Drohnenangriffen in Goma im Osten der
Demokratischen Republik Kongo mindestens drei Menschen getötet worden,
darunter ein französischer
Helfer. Auch im Sudan und in der Ukraine seien Hilfskonvois wiederholt von
Drohnen getroffen worden.
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