
Irankrieg: Großbritannien lockert Sanktionen auf russisches Öl
Unter dem durch den Irankrieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl. Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde. Die Maßnahme soll Regierungsangaben zufolge stetig überprüft werden.
Premierminister Keir Starmer sagte am Mittag im Parlament, die Maßnahme sei Teil eines „starken, neuen Sanktionspaketes” – und deshalb in seinen Augen keine Lockerung. Es gehe „keineswegs darum, bestehende Sanktionen aufzuheben“, die Regierung werde weiterhin mit den Verbündeten an weiteren Paketen arbeiten, sagte Starmer.
Oppositionsführerin Kemi Badenoch übte deutliche Kritik. Sie sagte, es sei „wahnsinnig“, die Sanktionen aufzuweichen. Badenoch kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Regierung den eigenen Abbau von Ressourcen in der Nordsee nicht ausbaue. Sie warf Starmer vor, dass dieser lieber „schmutziges russisches Öl kaufe“.
