
Selenskyj: Kanzleramtschef Frei und BND-Chef Jäger in Kiew
Der ukrainische Staatschef betonte, es habe „wichtige Signale der Unterstützung“ gegeben. „Deutschland hat wiederholt dazu beigetragen, unsere Luftverteidigung zu stärken, und wir hoffen auch jetzt auf eine solche Führungsrolle“, schrieb Selenskyj weiter.
Zudem sei über ein Drohnenabkommen gesprochen worden, das die Ukraine Deutschland vorgeschlagen habe. Die Ukraine wäre in dem Zusammenhang bereit, „diejenigen zu unterstützen, die uns unterstützt haben“.
Deutschland und die Ukraine hatten bei Regierungskonsultationen Mitte April eine engere Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich vereinbart. Dazu gehören nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite in einem Joint Venture, Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro in ukrainische Fähigkeiten für Angriffe mit großer Reichweite sowie der Austausch von Gefechtsfelddaten zwischen beiden Verteidigungsministerien.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte am Montag bei einem Besuch in Kiew die gemeinsame deutsch-ukrainische Entwicklung und Produktion von Drohnen mit Reichweiten von bis zu 1500 Kilometern an. Deutschland setze im Bereich unbemannter Systeme auf Joint Ventures zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen, sagte Pistorius.
