Nach der Niederlage bricht in der CDU ein Richtungsstreit aus, der viel über die Lage der Partei erzählt. Sepp Müller revoltiert, doch Sven Schulze geht noch nicht ganz.
© Anna Tiessen für DIE ZEIT
Die CDU Sachsen-Anhalts geizt in diesen Tagen nicht bei der
Produktion interessanter Bilder, am Montagabend kommen am Stadtrand von
Magdeburg überraschend weitere hinzu. Das beginnt schon bei der Ankunft der
beiden Männer, deren Auseinandersetzung einiges erzählt darüber, wie viel
Selbstbeschädigung die CDU sich gerade erlaubt und wie offen ihre weitere
Entwicklung ist.
Da kommt zunächst Sven Schulze im mächtigen Dienstwagen des
Ministerpräsidenten vorgefahren in dieses Gewerbegebiet, das schmucklos zu
nennen nicht falsch ist, aber ein wenig zu freundlich. Schulze steigt aus,
zieht das Sakko über und verschwindet dann in einem äußerlich unförmigen
Gründungszentrum, das als Austragungsort für die Sitzung des Landesvorstandes
bestimmt worden ist. Sepp Müller, der Schulze noch vor dem Wahltag offen
angegriffen hatte, folgt etwas später surrend auf einem E-Roller, den Pulli um
die Hüften.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf Basis des Artikeltextes erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie reagiert die CDU Sachsen-Anhalts nach ihrer schweren Wahlniederlage auf den Machtverlust?
- Welchen Kurs- und Führungsstreit löst Sepp Müllers Kandidatur für den Landesvorsitz aus?
