Sven Schulze steht unter Strom. Gerade war die »New York Times« für ein Gespräch beim Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, jetzt steht schon der nächste Journalist in seinem Büro im Bundesrat. Schnell beantwortet er noch ein paar Nachrichten auf dem Handy, bittet um einen kurzen Moment. In diesen Tagen erzählt er gerne, dass er der Landespolitiker sei, auf dem der größte Druck laste in Deutschland. Also, ein Politologe habe das gesagt. Aber es stimmt ja auch: Schulze muss im September mit seiner CDU gegen eine AfD antreten, die in den Umfragen auf bis zu 40 Prozent davongeeilt ist. Als die Nachrichten geschrieben sind, legt Schulze sein Handy zur Seite. Später muss er nach Dessau fahren, eine halbe Stunde hat er jetzt Zeit.