
Das hat der amerikanische Außenminister richtig erkannt: Die Straße vor Hormus ist eine „wirtschaftliche Atomwaffe“, die das iranische Regime gegen die Welt einsetzt. Nicht die Straße selbst natürlich, aber die Blockade, welche die Iraner in dieser für die Weltwirtschaft so wichtigen Meerenge durchgesetzt haben.
Und wer hat ihnen diese Bombe in die Hand gegeben? Richtig, die amerikanische Regierung, für die Rubio spricht. Iran hat sich früher nicht getraut, die Straße zu sperren, obwohl allen Beteiligten bewusst war, dass es diese Möglichkeit gab, angeblich sogar Trump. Erst in dem Moment, in dem es um sein Überleben ging, zündete das Regime die Bombe.
Trump kündigte das Atomabkommen
Niemand, der bei strategischem Verstand ist und Mitgefühl mit dem iranischen Volk hat, wird für den Fortbestand des Regimes plädieren. Dass Trump nun aber über die Wiedereröffnung einer Wasserstraße verhandeln muss, die vor dem amerikanisch-israelischen Angriff frei war, ist ein bitterer Zwischenstand eines Krieges, in dem er sich schon zum Sieger erklärt hat.
Auch beim echten Atomprogramm, das Iran eine noch potentere Waffe verschaffen könnte, hat er es mit einem selbst geschaffenen Problem zu tun: Das hochangereicherte Uran, das die Iraner aushändigen sollen, gäbe es wahrscheinlich gar nicht, hätte Trump in seiner ersten Amtszeit nicht das Atomabkommen gekündigt. Ziemlich viele Eigentore für eine Weltmacht.
