Wegen eines Protests von Gefangenen ist es in der Tübinger Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Rottenburg zu einem Polizeieinsatz gekommen. Wie die JVA mitteilte, weigerten sich mehrere Gefangene nach dem Hofgang, in ihre Zellen zurückzukehren. Nach Einschätzung der Anstalt handelte es sich um eine Gefangenenmeuterei. Zuvor hatte die Südwest Presse darüber berichtet.

Die Polizei rückte den Angaben zufolge mit einem größeren Aufgebot und Hunden an. Am Nachmittag war der Einsatz beendet. Auslöser des Protests war den Angaben der JVA nach eine nicht aufgestellte Tischtennisplatte. Die Gefangenen hätten die Gelegenheit jedoch genutzt, um neben ihrem Ärger darüber auch weitere Beschwerden über die Haftbedingungen vorzubringen.

Während der Protestaktion wurde die Polizei gerufen. Nach dem Eintreffen der Beamten seien die Gefangenen widerstandslos in ihre Zellen zurückgekehrt. Nach Angaben der JVA kam es weder zu Gewalt noch zu Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun
strafrechtliche Ermittlungen. Außerdem kündigte die JVA interne
Konsequenzen an. Diese könnten beispielsweise Freizeitbeschränkungen
oder Fernsehverbote sein.