Die Delegierten der DGB-Gewerkschaften beraten bei ihrem viertägigen Kongress über die Zukunft gewerkschaftlicher Arbeit. Ein zentrales Thema sind die Sozialreformen.
© Pia Bayer/dpa
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kommt heute in Berlin zu einem viertägigen Bundeskongress zusammen. Die DGB-Vorsitzende
Yasmin Fahimi will eine Eröffnungsrede halten, Berlins Regierender
Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ein Grußwort. Unter dem Motto »Stärker
mit uns« wollen die Delegierten bis Mittwoch ihre Positionen, auch vor
dem Hintergrund anstehender Sozialreformen, abstecken. Die acht
Einzelgewerkschaften vertreten die Interessen von rund 5,4 Millionen
Mitgliedern. Der Bundeskongress kommt alle vier Jahre zusammen.
Fahimi stellt sich am Montag zur Wiederwahl als
Vorsitzende des Dachverbandes. Die ehemalige Generalsekretärin der SPD
hat diesen seit Mai 2022 inne. Zu Wochenbeginn will sie auch eine
Grundsatzrede halten, am Abend wird SPD-Chef und Finanzminister Lars
Klingbeil zu den Delegierten sprechen. Am Dienstag folgen Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) sowie die Co-Vorsitzende der Sozialdemokraten,
Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas.
Zum Tag der Arbeit hatten die Gewerkschaften
bereits harten Widerstand gegen mögliche Einschnitte bei Rente,
Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen angekündigt. »Wenn man uns
angreift, dann wehren wir uns«, sagte Fahimi bei der zentralen
Kundgebung in Nürnberg.
