Eileen Bode ist nervös. Aus der Akte ihres Klienten weiß sie nur, dass er mehrere Jahre im Gefängnis saß. Er hatte Menschen auf der Straße beraubt, um sich seinen Drogenkonsum zu finanzieren. Dann steht der Mann in ihrem Büro: 1,90 Meter groß, korpulent, Dreitagebart. Er reicht ihr die Hand.
Am Computer schreiben sie gemeinsam eine Bewerbung. Er macht das zum ersten Mal, mit Ende 40. Sie korrigiert Tippfehler und setzt ihm immer wieder den Mauscursor auf die richtige Zeile. Keine Stunde später hält der Mann die Bewerbung in seiner Hand. »Frau Bode«, sagt er stolz, »ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich das hinkriege.«
