In den zwei zurückliegenden Monaten ist in Deutschland mehr Solarstrom gewonnen worden als je zuvor. Sonnenenergie war im Juni zudem die größte Stromquelle in der EU.
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Noch nie ist in Deutschland so viel Sonnenstrom erzeugt worden wie in den vergangenen beiden Monaten. Im Mai und Juni 2026 kam jeweils mindestens ein Drittel des Stroms aus der Sonnenkraft. Das ergab eine Analyse der Energiedenkfabrik Ember.
Demnach wurde im Juni auch EU-weit ein neuer Rekord aufgestellt. Hier lag der Sonnenstromanteil bei einem Viertel. Damit war die Sonnenenergie der Erhebung zufolge im Juni die größte einzelne Stromquelle der EU – vor Kernenergie (21 Prozent), Erdgas (15 Prozent), Windkraft (14 Prozent) und Wasserkraft (zwölf Prozent). Acht Prozent kamen demnach aus Kohle.
Erst zum dritten Mal sei die Sonne damit der wichtigste einzelne Energielieferant der EU gewesen, teilte Ember mit – nach Juni 2025 und Mai 2026. Grund für den hohen Anteil an Solarenergie am Strommix sei das außergewöhnlich starke Wachstum der vergangenen fünf Jahre. Im Juni 2021 stammten den Angaben zufolge nur zehn Prozent des EU-Stroms aus Solarenergie.
Der Solarstrom hat demnach auch geholfen, die zurückliegende Hitzewelle in Europa besser zu bewältigen. Wegen des hohen Kühlbedarfs habe es in dieser Zeit eine vergleichsweise hohe Stromnachfrage gegeben. Die Solarenergie habe dazu beigetragen, »die Stromversorgung aufrechtzuerhalten, während andere Energiequellen unter den heißen und windarmen Wetterbedingungen an ihre Grenzen stießen«, hieß es.
