Im Sommer 2008 wurde der Retter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sommer 2026, Jürgen Klopp also, Trainer von Borussia Dortmund. Lange her. Wer im Sommer 2008 geboren wurde, darf am Ende des Sommers 2026 mancherorts Landtage wählen. Damals, im Frühjahr 2008, war die Schwedin Sarah Sjöström zum ersten Mal Europameisterin im Schwimmen geworden.
Am Mittwoch nun brauchte Sarah Sjöström 25,05 Sekunden, um zu belegen, dass Zeit sogar im Sport relativ ist. 25,05 Sekunden, schneller als jede andere im Rennen über 50 Meter Schmetterling. Europameisterin, wieder mal. Es war der 18. EM-Titel, die 29. EM-Medaille. Das Addieren aller weiteren Erfolge war vor Redaktionsschluss dieser Kolumne nicht beendet.
Dieser 18. EM-Titel war Sarah Sjöströms erster nach der Geburt ihres Sohns Adrian, der im Jahr 2043 zum ersten Mal in Schweden wird wählen dürfen. Und weil tags darauf, am Donnerstag, Gesa Krause, Mutter von Lola, in Birmingham Europameisterin im 3000-Meter-Hindernislauf wurde, steht fest: Erfolgreiche Mütter im europäischen Sport haben dieser Woche einen relativ weiten Satz nach vorn gemacht. Es wurde Zeit.
