Eine Familienfeier irgendwo in Neapel, irgendwann im
Jahr 1976. Besteck klappert, Stimmen murmeln durcheinander, jemand lacht, dann
beginnt eine Frau ein altes neapolitanisches Lied zu singen. Neben ihr drehen
sich die Spulen des Kassettenrekorders und schneiden ihren Gesang, den Sound
dieses Moments, mit. Es ist nicht viel, aber bald das Einzige, was von dieser
Großmutter geblieben sein wird – zumindest für die Familienmitglieder, die das
Tape ein paar Tage oder Wochen nach seiner Aufzeichnung aus ihrem Stuttgarter
Briefkasten holen.
