In Thüringen sind inzwischen fast alle Mitglieder der BSW-Landtagsfraktion aus der Partei ausgetreten. Zehn Abgeordnete um Finanzministerin und Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf wollen die sogenannte Brombeerkoalition trotzdem weiter unterstützen. Auch Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat angekündigt, an der Koalition festzuhalten; die bisherigen
BSW-Minister sollen im Amt bleiben. Grund für die Austritte ist ein seit
Längerem andauernder Richtungsstreit mit der BSW-Bundesspitze um Sahra Wagenknecht,
die die Thüringer Abgeordneten wiederholt zu einem Bruch mit
Ministerpräsident Mario Voigt aufgefordert hat. Katja Wolf wirft der Parteigründerin wiederum vor,
sich politisch von der Thüringer Landesgruppe entfernt zu haben. Wie
stabil die Landesregierung nach dem Zerfall des BSW noch ist und wie es
mit der Fraktion weitergehen könnte, erklärt August Modersohn, stellvertretender Leiter im Politikressort der ZEIT.
In mehreren Teilen Deutschlands ermitteln die Behörden derzeit wegen möglicher Sabotageversuche an der Strominfrastruktur. Nach Vorfällen in Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen wird nun auch ein Fall in Dormagen untersucht. Dort wurde in der Nähe eines Umspannwerks eine mutmaßliche Abschussvorrichtung gefunden. Inzwischen liegt den Ermittlern zudem ein Bekennerschreiben vor, das einem Mann aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis zugeschrieben wird. Wie glaubwürdig das Schreiben ist und welche Motive hinter den Taten stehen könnten, wird derzeit geprüft. Sicherheitsbehörden untersuchen dabei unterschiedliche mögliche Hintergründe, darunter politisch oder ideologisch motivierte Sabotage sowie eine mögliche ausländische Einflussnahme. Ob die Fälle miteinander zusammenhängen und was über den oder die mutmaßlichen Täter bekannt ist, fasst Christoph Heinemann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, zusammen.
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Moderation und Produktion: Imre Balzer
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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