Der Kanzler an seinem großen Tag in einer Solo-Sendung bei Maybrit Illner: Unbedingt will er uns Zuschauer überzeugen. Einfach ist das nicht. Ein Selbstversuch.
© [M] Svea Pietschmann/ZDF
Chrrrr chrrrr chrrrr. Ich würde hier gerne über Friedrich Merz schreiben und seine chrrr chrrr chrrr auf vom Tonfall her ganz okaye Performance heute chrrr chrrr chrrrr als Solo-Gast bei Maybrit Illner. Leider gab es heute dauernd Störgeräusche in meinem Tag – und das lag nicht am ZDF.
Ich hätte gerne ungestört und mit stabilem Netz dem Bundeskanzler zugehört, wie er das größte Reformpaket seiner bisherigen Amtszeit erklärt. Stattdessen war ich sechs Stunden damit beschäftigt, von einer deutschen Großstadt zur anderen zu kommen – und damit an meinen Schreibtisch – auf einer Strecke der deutschen Bahn, die regulär in drei Stunden bewältigt sein sollte. Die sicher engagierte erste halbe Stunde von Merzens Verteidigung seiner guten Absichten habe ich daher nur im abgehackten Bahn-Wlan des ICE verfolgt.
