Die von den USA verhängten neuen Zölle gegen 60 Handelspartner stoßen weltweit auf Kritik. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die neuen Zölle als Schock für den Staatenverbund und sagte, die Begründung der US-Regierung sei nicht nachvollziehbar.
Auch Australien und Neuseeland kritisierten die neuen Zölle. »Diese Zölle sind ungerechtfertigt und stehen im Widerspruch zu unserem Freihandelsabkommen«, teilte Australiens Handelsminister Don Farrell mit. Die Zölle müssten »abgeschafft werden«.
Neuseelands Regierungschef Christopher Luxon nannte die Ankündigung der USA »äußerst enttäuschend«. Zölle seien nicht der richtige Weg: »Sie treiben die Kosten in die Höhe und sorgen für Unsicherheit bei den Unternehmen.«
Die US-Regierung hatte am Donnerstag neue Zölle gegen rund 60
internationale Handelspartner verkündet. Grund für die Maßnahme sei ein
unzureichendes Vorgehen der Betroffenen gegen Zwangsarbeit, erklärte das
Weiße Haus. Die Aufschläge von zehn bis 12,5 Prozent traten an diesem Morgen in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt
lief ein bisher geltender weltweiter Sonderzoll von zehn Prozent auf
US-Importe aus.
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