Mit »großer Besorgnis« haben die USA auf einen chinesischen Raketentest im Pazifikraum reagiert. »In einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten mehr denn je daran arbeiten, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, tut China genau das Gegenteil«, sagte Außenamtssprecher Tommy Pigott in Washington. »Pekings rascher und intransparenter Atomwaffenausbau ist von großer Besorgnis für die Region und die Welt.«
China solle sich an konstruktiven Gesprächen zur Rüstungskontrolle beteiligen, forderte der Sprecher des Außenministeriums. Außerdem solle sich die Regierung in Peking im Einklang mit den Verpflichtungen der Sicherheitsratsmitglieder zu einer Vereinbarung für Mitteilungen über Starts aller Interkontinental- und Weltraumraketen verhalten, hieß es weiter.
»Präzise im vorgesehenen Seegebiet« im Pazifik eingeschlagen
Am Vortag hatte die Marine der Volksbefreiungsarmee von einem Atom-U-Boot aus eine Langstreckenrakete in den Pazifik abgefeuert. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Ein später veröffentlichtes Foto der Armee soll die Rakete bei ihrem Start aus dem Meer zeigen. Die Rakete sei »erfolgreich« von einem Atom-U-Boot gestartet und »präzise im vorgesehenen Seegebiet« im Pazifik eingeschlagen, teilte ein chinesischer Sprecher mit. Ob es sich dabei um eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete handelte, blieb unklar.
Der Raketentest sorgte für heftige Proteste von Ländern in der Region, darunter Japan, Australien und Neuseeland. Zudem sorgte für Kritik, dass China gleichzeitig eine gemeinsame Militärübung mit Russland startete.
