Timing, so wichtig! Das dürfte man sich auch bei „Gala“ gedacht haben, die noch recht frisch am Kiosk liegt mit der Titelstory „Ihr geheimes Leben in Portugal – Prinz Harry und Herzogin Meghan sind längst zurück in Europa. ,Gala‘ kennt ihre Luxus-Oase, die ihr zweites Zuhause werden soll“. Oder doch nur, fragt man sich angesichts der jüngsten Geschehnisse, ihr drittes?
Noch etwas irrer als ohnehin schon wirkt nun auch diese Räuberpistole der „Freizeitrevue“: „Jetzt muss Kate Meghan stoppen – Skandal um Dianas Grab“. Meghan, die Lieblingsschurkin der Regenbogenblätter, drängt ihren Mann demnach dazu, das Grab seiner Mutter „nach Amerika umzubetten. Eine Pilgerstätte neben ihrem Anwesen in Montecito mit Eintritt und Souvenirshop würde tüchtig Kohle und Publicity bringen.“ Toller Plan, zweifelsohne, doch wiederum schlechtes Timing. Von London aus ständig zum Blumengießen zurück in die USA zu fliegen, könnten sich Meghan und Harry garantiert nicht leisten.
Die mutmaßliche Rückkehr des verlorenen Königssohns nach England dürfte für große Freude sorgen – jedenfalls bei den dortigen Boulevardmedien und sicher auch bei Papa Charles, der von den Umzugsplänen angeblich überrascht wurde; die Netflix-Kameras, welche Meghan gewiss längst in seinem Garten platzieren ließ, hat er wohl noch nicht entdeckt. Wenn es Harry jetzt noch gelingt, das Herz seines schmollenden Bruders zurückzugewinnen, dann, glauben wir, ist echt alles möglich: die Rückkehr Brooklyn Beckhams in den Schoß seiner Familie. Die Wiedervereinigung von Modern Talking. Ein harmonisches Miteinander in der Bundesregierung.
Viele schönste Nachrichten
Für viele dürfte Harrys Heimkehr die schönste Nachricht des Sommers sein. Nicht jedoch für „Das goldene Blatt“, das titelt: „Victoria & Daniel von Schweden – Hurra! Die schönste Nachricht des Sommers“. Die da lautet? „Victorias Lieblinge Estelle (14) und Oscar (10) wünschen sich laut Gerüchten noch ein Geschwisterchen.“ Hm, ja, hurra. Doch Moment mal, war da nicht noch was?

Genau: „Mary & Frederik: Heimliches Herzklopfen – Die schönste Nachricht des Sommers“ hieß die Titelzeile des „Goldenen Blatts“ am 1. August. Welche Nachricht das war? „Ihre Tochter Isabella (19) machte kürzlich Abitur.“ Doch damit nicht genug: „Mary & Frederik: Heimliches Herzklopfen – Die schönste Nachricht des Sommers“ stand bereits auf dem Titel des „Goldenen Blatts“ vom 27. Juni; ob es da auch schon um Isabellas Abitur ging oder um ihre Führerscheinprüfung, können wir nicht rekonstruieren. So viele schönste Nachrichten in nur einem Sommer, der allerdings auch sehr intensiv war und die Hirne der „Goldenes Blatt“-Redaktion offensichtlich arg dahinschmelzen ließ.
Mit vier Jahren 250 Euro Taschengeld
Die schönste Nachricht des Sommers für ihre acht Kinder hat Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi laut „Bild“ verkündet: „,Jedes Kind bekommt 250 Euro monatlich‘, verrät Anna-Maria auf Instagram. Das gilt auch für ihre vierjährigen Drillinge Leonora, Naima und Ama.“ Denn: „Die Eltern wollen beobachten, wer spart, wer sein Taschengeld sofort ausgibt und wer vielleicht schon echtes Finanz-Talent mitbringt.“ Unter den Drillingen wird vermutlich gerade diskutiert, wie sie ihr Taschengeld anlegen sollten: Indexfonds, Bitcoins, Dauerlutscher?
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Eine weniger nette Instagram-Nachricht hat Reality-TV-Mann Eric Stehfest verbreitet: „Er gestand, dass die angebliche Beziehung zur blonden Franziska Temme (31), die Anfang des Jahres an seiner Seite auftauchte, eine große Lüge war“, reportiert die „Bild“-Zeitung. „Es ging darum, Aufmerksamkeit zu generieren, um in gemeinsame Formate gehen zu können“, lesen wir und dass Stehfest gelernt habe, „dass in der Reality-Branche vieles gefakt“ sei. Also gefälscht. Wobei uns die Frage, wie man dieses eingedeutschte Verb am wenigsten verwirrend konjugiert, mehr interessiert als die Beziehungen des Herrn Stehfest: Ist „gefakt“ wirklich besser als „gefaket“, „gefaked“ oder, warum nicht, „gefäikt“? Und lautet eine Steigerung von „gefakt“ womöglich „abgefakt“?
Die Empfehlung einer Freundin
Eine hoffentlich ungefakte Liebe gefunden hat Model Stefanie Giesinger. „Der mysteriöse Mann wurde ihr offenbar von einer Freundin ,empfohlen‘. ,Er hatte gute Bewertungen‘, sagte die ,GNTM‘-Gewinnerin scherzhaft“, schreibt „Bunte“. Sollten das Bewertungen sein à la „Fünf Sterne, gerne jederzeit wieder!“, sollte Giesinger aber ziemlich aufpassen.
Leider nicht genug aufgepasst hat kürzlich Elke Heidenreich. Mit „Bunte“ spricht sie über Bücher, „die manchmal als ,Geländer des Lebens‘ dienen“ könnten, und über einen Unfall, bei dem sie sich – gute Besserung! – zuletzt die Schulter brach: „Ich bin vor einigen Wochen in Italien auf einer Treppe ausgerutscht.“ Auch da hätte ein Geländer des Lebens vielleicht geholfen. Oder überhaupt eines.
Eine letzte Heimkehr hat Sängerin Bonnie Tyler hinter sich, die vor Tausenden Fans in der walisischen Ortschaft Mumbles beerdigt wurde. „Mumbles“ heißt ja auf Deutsch, dass jemand nuschelt, und mit Tyler, die stets deutlich gesungen und gerockröhrt hat, hätten wir das nie in Verbindung gebracht – sondern eher mit Bob Dylan oder Til Schweiger.
