
Es gibt viele schöne Gründe, sich auf das kommende Wochenende zu freuen. Der Freitag ist ein Feiertag, und zwar nicht irgendeiner. Die Sonne möge lachen, es wartet der Partner voller Freude auf ein Tänzchen in den Mai, die Biergärten werden voll sein (manch Besucher womöglich auch), in Hessen dürfen Eier, Bratkartoffeln und Grüne Soße keinesfalls knapp werden.
Darüber lässt sich glatt vergessen, dass es jetzt zwar einen ordnungspolitisch reichlich depperten Tankrabatt gibt, nicht aber einen Kunststoffrohrrabatt. Der ist Ihnen egal? Zu kurz gedacht. Wer bauen will, muss fühlen. Das ganze Zeugs für Haus und Hof, jedenfalls vieles davon, hat was mit Öl in sich, so ein Kunststoffrohr etwa ist in den vergangenen Wochen um solide 30 Prozent teurer geworden. Bedeutet: Bauen kann man vergessen, ob am Eigenheim, am Ferienhaus oder im gewerblichen Wohnungsmarkt, der bekanntlich wegen immer nur nach Gewinn lechzender Privatinvestoren unterversorgt ist.
Leider kein Kunststoffrohrrabatt
Zum Glück gibt es Überlegungen in der unternehmerisch sattelfesten Politik für eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft, die ob ihrer Effizienz und Schlagkraft dem Markt zeigen wird, wo der Hammer hängt. Der Erfolg ist sicher wie die Rente, die Kassenbeiträge und das Infrastrukturpaket. Ohne Steuererhöhung, versprochen. Kleine Ermahnung: Es gibt noch immer sich weit weg von Krösus fühlende Angestellte, die den vorübergehend erhobenen Solidaritätszuschlag berappen müssen, seit 1995.
Da ist es eine gute Nachricht, dass zu diesem 1. Mai ein echtes Problem gelöst wird. In unserem Ort, bestimmt auch anderswo. Die Gelbe Tonne wird nicht mehr geleert. Mitgenommen von der Müllabfuhr wird nur noch der Gelbe Sack. Das zuständigkeitshalber entsorgende Duale System Deutschland DSD lässt wissen, die Säcke könnten im Vorbeilaufen aufgesammelt werden, Tonnen eher nicht so. Die bisweilen privat angeschaffte Tonne sei deswegen aber noch lange nicht für dieselbe, sie könne als Sackgarage weitergenutzt werden. Darauf ein Tänzchen.
