Nach dem 2:0-Sieg gegen Marokko und dem Einzug ins Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft erhält die französische Nationalmannschaft in den internationalen Medien viel Lob. Besonders in den heimischen Medien löst das Ergebnis Begeisterung aus. »Nicht aufzuhalten«, titelt L’Équipe. Ähnlich sieht es die Pariser Tageszeitung Le Parisien, die bereits auf den WM-Pokal blickt: »Sie müssen noch zwei Spiele gewinnen – die wichtigsten ihrer gesamten Fußballkarriere.« Le Figaro schreibt dagegen zum Spiel: »Lange Zeit musste Frankreich im Viertelfinale von Foxborough gegen Marokko Geduld beweisen und bis zur Stundenmarke warten, ehe die Mannschaft dank des Duos Mbappé/Dembélé Marokko bezwang.«
Auch in den USA schaut man auf die Offensivstars Frankreichs. The Athletic schreibt: »Mbappé glänzt, Frankreich schlägt Marokko und erreicht das WM-Halbfinale.« Dazu fragt das Blatt: »Kann sie überhaupt jemand stoppen?« In England schreibt The Telegraph von einem »ungefährdeten Sieg für Frankreich«. Weiter schreibt das Blatt: »Die Mannschaft spaziert ins Halbfinale. Von der Anspannung, dem Druck und dem Nervenkitzel, die man normalerweise mit einem WM-Viertelfinale verbindet, war kaum etwas zu spüren. Die Partie wirkte eher wie ein Gruppenspiel, eine Pflichtaufgabe, die es abzuhaken galt.«
»Frankreich ist von einem anderen Planeten«
Der Guardian schaut dagegen bereits auf die Veränderungen in der WM-Torjägerliste: »Kylian Mbappé führt nun das Rennen um den Goldenen Schuh an. (…) Allerdings nur dank seiner Vorlagen und obwohl er ein Spiel mehr absolviert hat als seine engsten Verfolger Lionel Messi, Erling Haaland und Harry Kane.« Daily Mail schreibt zu dem französischen Offensivstar: »Kylian Mbappé ist einfach nicht aufzuhalten. Wenn er bei einem WM-Spiel auf dem Platz steht, kann man fast darauf wetten, dass er den Ball im Tor unterbringt. Bei diesem Turnier passiert das beinahe immer.«
Auch in Spanien richten sich die Schlagzeilen vor allem auf Kylian Mbappé. Die Sportzeitung Marca schreibt: »Mbappé knackt den unbezwingbaren Bono.« AS hebt neben dem Stürmer auch Nationaltrainer Didier Deschamps hervor: »Didier Deschamps hat bei seiner dritten WM-Teilnahme als Trainer erneut nicht enttäuscht und erreicht mindestens wieder die vorletzte Runde des Turniers. Das gilt auch für Kylian Mbappé, der zur Stelle war und den Widerstand Marokkos brach – einer Mannschaft, die weit von der Form entfernt war, die sie bis dahin im Turnier gezeigt hatte.« Mundo Deportivo gerät beim französischen Offensivstar geradezu ins Schwärmen: »Kylian Mbappé ist ein Genie, ein geborener Torjäger, ein Fußballer, der für seine Nationalmannschaft immer dann zur Stelle ist, wenn Spiele einen entscheidenden Akteur braucht.«
Auch in Italien und der Schweiz fällt das Echo deutlich aus. Die Gazzetta dello Sport urteilt: »Frankreich ist von einem anderen Planeten: Mbappé und Dembélé schießen Marokko aus dem Turnier.« Der Schweizer Blick schreibt: »Mbappé macht Penalty-Bock wett und rückt Messi auf die Pelle.« Die österreichische Krone sieht Frankreich derweil bereits als Topfavoriten auf den Titel: »Während die von vielen als Geheimfavorit bezeichneten Marokkaner im Viertelfinal-Hit enttäuschten, zeigten die Franzosen erneut, dass der Titel in diesem Jahr nur über sie führt.«
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