
Deutschlands 15 Jahre alte Schüler haben in der PISA-Studie 2025 so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor. Auffallend ist der wachsende Anteil der Jugendlichen, die keine ausreichenden Basiskompetenzen erreichen. In den Naturwissenschaften ist es rund ein Viertel, im Lesen und in Mathematik ein Drittel. Alarmierend ist, dass die Lesefreude der deutschen Schüler in den vergangenen Jahren sehr viel stärker abgenommen hat als in anderen Ländern.
So stand es diese Woche zu lesen in der F.A.Z., und das ist enttäuschend. Wo sich doch so viele Mühe geben, bloß nichts falsch zu sprechen und dafür Sternchen und Doppelpunkte und Unterstriche in die Texte stellen. Aus Mitarbeitern Mitarbeitende machen, was leider knapp daneben ist. Aber kann auf Deutsch falsch sein, was am moralischen Zeigefinger richtig sein muss? Die Schülernden werden doch wohl nicht die Lust am zerstörten Lesefluss verloren haben?
Wir überlegen noch, wie wir das dem Bundeskanzler Merz in die Schuhe schieben können, der ist gerade an allem schuld, übrigens auch an unserem letzten Tennismatch, das wir im Tiebreak verloren haben wie Carlos Alcaraz, ungefähr auf selbem Niveau.
Volkswagen pflanzt derweil Strohhalme durch den Verkauf des Miniwerks in Osnabrück, wo früher Karmann wunderbare Cabriolets gebaut hat und fortan Abwehrwaffen gegen Putin hergestellt werden sollen. Es gab schon mal erquicklichere Transformationen. Die Woche für Blauseher zusammengefasst: Keine Bildung, keine Rohstoffe, keine industrielle Basis, viele Staatsschulden, das wird nix mehr mit Deutschland.
Wir hingegen glauben an das Gute, für den Rest gilt: wegatmen. Da hilft die Lokalzeitung. Rekordverdächtige 90.000 Besucher zählt das örtliche Freibad in dieser Saison, die kurz vor dem Weltuntergang noch mal fröhlich baden gehen wollten. Sonne im Sommer hat womöglich doch nicht nur Schattenseiten. Leider ist auch festzustellen, dass nicht mal mehr gerast wird, wo doch vom Auto an sich und auch seinem Auto fahrenden Autofahrer bekanntlich recht große Gefahr ausgeht. Sechs Stunden lang haben die Sheriffs entlang der Sporthalle mit ihrem Radargerät gehockt, 30 km/h sind da erlaubt, 417 Fahrzeuge haben sie gezählt. Bilanz des Blitzermarathons: drei Verwarnungen.
Nun noch eine Denksportaufgabe für die Freunde der SPD um unseren geschätzten Finanzminister Klingbeil, der ja qua Amt bestens rechnen kann. Die Eintracht verliert 1:4 gegen Augsburg. Lösung: Sie feiert sich für das eine Tor und entlässt die Stürmer. Was das mit Politik zu tun hat? Jetzt mal anstrengen, ihr PISA-Profis. Zwei Stichworte als sachsendienliche Anhaltspunkte: 9 zu 44, Rücknahme der Reformen.
