Der öffentlich verspottete Strandkorb von Staatsminister Philipp Amthor zieht vom Kanzleramt nach Ueckermünde. Amthor spendet ihn an eine Pflegeeinrichtung.
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© Berlinfoto/imago images
Der Strandkorb von Staatsminister Philipp Amthor (CDU), für dessen Anschaffung der Politiker öffentlich kritisiert wurde, soll in eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Ueckermünde gebracht werden. »Diese Nachricht haben wir mit Freude und Dankbarkeit aufgenommen«, sagte eine Sprecherin des Krankenhausbetreibers Ameos. Demnach soll der Korb als private Spende in der neuen Pflegeeinrichtung Fliederhof in Ueckermünde aufgestellt werden. Ueckermünde ist Amthors Geburtsstadt.
In einer Folge der ZDF-Dokuserie Inside
CDU hatte sich Amthor dabei filmen lassen, wie er in seinem Büro im Kanzleramt einen Strandkorb aus seiner vorpommerschen Heimat geliefert bekam und diesen auf dem Balkon platzierte.
Amthor hatte sowohl den Strandkorb als auch dessen Transport selbst bezahlt. Sein Büro im Kanzleramt sagte, der Strandkorb stehe für Amthors Verbundenheit mit seiner Heimat. In
den sozialen Medien war trotzdem schnell von »spätrömischer Dekadenz« die Rede.
Amthor reagiert auf Kritik
Ein Regierungssprecher hatte später erklärt, Amthor nehme die Kritik sehr ernst und habe deshalb entschieden, den Strandkorb abtransportieren zu lassen. Folge der Dekadenz-Debatte ist, dass sich jetzt die Bewohnerinnen und Bewohner der neu eröffneten Wohnanlage über den Strandkorb freuen können. Insgesamt sollen dort bald 50 Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen wohnen.
