Rund 3,4 Millionen Bürger im multiethnischen Bosnien-Herzegowina wählen die Staatsspitze. Die Führung des serbischen Landesteils strebt die Abspaltung von Bosnien an.
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Die Wahlen in Bosnien und Herzegowina haben begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger stimmen dort über das zentrale Parlament und die beiden regionalen Parlamente des Landes ab, das aus einem serbischen und einem kroatisch-muslimischen Teilstaat besteht. Auch die Präsidenten der Teilrepubliken und das dreiköpfige Staatspräsidium des Zentralstaates werden neu gewählt.
Die Präsidentschaft setzt sich aus einem Kroaten, einem bosnischen Muslim und einem Serben zusammen. Um 19.00 Uhr (MESZ) werden die Wahllokale schließen. Am Abend werden erste Ergebnisse erwartet. Rund 3,4 Millionen Menschen sind dazu aufgefordert, ihre Stimme abzugeben.
In der serbischen Teilrepublik wird mit Spannung darauf geblickt, ob sich der Präsidentschaftskandidat der bisherigen Opposition, Branko Blanuša, gegen den bisherigen Ministerpräsidenten Savo Minić durchsetzen kann. Minić wird von Milorad Dodik unterstützt, der im vergangenen Jahr als Präsident der Teilrepublik Srpska abgesetzt worden war, weil er seine Befugnisse überschritten hatte.
Das komplexe politische System in dem Balkanstaat ging aus dem Dayton-Abkommen von 1995 hervor, mit dem der Bürgerkrieg der 1990er Jahre beendet worden war.
