Eigentlich wollte die Führung des Vatikan keinen weiteren Schlagabtausch mit der Regierung der USA. Und beinahe wäre es gelungen, die neuesten unangenehmen Bemerkungen des amerikanischen Präidenten über den Papst zu ignorieren. Das wäre für alle die einfachste Variante gewesen, denn in Rom waren sie gerade dabei, letzte Vorbereitungen für den Besuch von US-Außenminister Marco Rubio zu treffen. Es wunderte Dienstagmittag jedenfalls niemanden, dass Vatikansprecher Matteo Bruni ankündigte, Leo XIV. werde am Abend von seiner Routine abweichen und in Castel Gandolfo keine Gespräche mit Journalisten führen.
