Erstmals seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen finden im Westjordanland wieder Kommunalwahlen statt. Seit 7 Uhr morgens sind dort rund 1,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Darüber hinaus ist auch die Stadt Deir el-Balah im Gazastreifen in die Wahlen inkludiert. Dort können bis zu 70.000 Menschen wählen. Die Wahl in der Stadt sei eher symbolisch und solle helfen, die Autorität über den Gazastreifen zu stärken, teilte die Palästinensische Autonomiebehörde vorab mit.
Die meisten Kandidaten stehen der säkular-nationalistischen Fatah-Partei des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas nahe oder sind unabhängig. In vielen Städten, wie etwa auch Nablus und Ramallah, wurde nur eine einzige Liste eingereicht. Die mit der Fatah rivalisierende Hamas hat keine Wahllisten aufgestellt. Im Gazastreifen ist es gleichzeitig die erste Wahl, seitdem die Hamas 2006 die Parlamentswahlen gewann.
Die Wahllokale schließen um 19 Uhr, im Gazastreifen um 17 Uhr. Dies soll in dem zerstörten Gebiet, in dem es regelmäßig zu Stromausfällen kommt, eine erste Auszählung noch bei Tageslicht ermöglichen.
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