Der Trainer der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft Ralf Rangnick bleibt auch nach der Weltmeisterschaft der Chef der Mannschaft. Der 67 Jahre alte Trainer soll die Österreicher zur Europameisterschaft 2028 führen, wie der Verband mitteilte. Sein Vertrag wird demnach automatisch für das Turnier verlängert, insofern sich das Team für die EM in Großbritannien und Irland qualifizieren sollte.
Rangnick ist seit Sommer 2022 Teamchef und qualifizierte sich mit seiner Mannschaft sowohl für die EM
2024 als auch für die aktuelle WM. Diese beginnt für sein Team, die in Santa
Barbara (Kalifornien) quartiert ist, am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr (MESZ)
gegen Jordanien. »Ich freue mich sehr, dass wir unseren Fans
kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft diese großartigen Nachrichten
präsentieren können«, sagte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll
laut einer Mitteilung. »Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere
für die Mannschaft von großer Bedeutung.«
Echte Herzensangelegenheit für Rangnick
Die Verlängerung seines Vertrags
sei Dank einiger Sponsoren möglich gewesen, da so »ein attraktives und wirtschaftlich
darstellbares Gesamtpaket für die kommenden zwei Jahre geschnürt« werden
konnte. Nähere Angaben zu den
Vertragsdetails machte Pröll nicht, er sagte aber: »Klar ist, dass der ÖFB
finanziell nicht mit internationalen Spitzenclubs konkurrieren kann. Es waren,
und das möchte ich ausdrücklich betonen, auch andere Faktoren, die Ralf Rangnick überzeugt haben.«
Zuletzt wurde der frühere
Bundesliga-Trainer mit dem italienischen Traditionsclub AC Mailand in
Verbindung gebracht worden. Nach Berichten der italienischen Sportzeitung Gazzetta
dello Sport soll Rangnick dem Club jedoch abgesagt haben. »Dass er sich für
Österreich und sein Team entschieden hat, zeigt, welchen Stellenwert dieses
Projekt für ihn hat«, teilte Pröll mit. Er sprach von einer echte Herzensangelegenheit für Rangnick.
