Der Konflikt zwischen Seglern und Orcas in der Straße von Gibraltar – einer der meistbefahrenen Seestraßen der Welt – hat möglicherweise eine neue Eskalationsstufe erreicht: Das älteste Weibchen der vom Aussterben bedrohten iberischen Schwertwal-Population hat Verletzungen an der Rückenflosse. Wissenschaftler gehen von Schussverletzungen aus. Das berichten Walschützer der örtlichen Organisationen WeWhale und Iberian Orca Guardians. Fotos zeigen die durchlöcherte Finne des Tieres.
Die Walbeobachter vermuten anhand des Verletzungsprofils, dass jemand mit einer Schrotflinte aus naher Distanz auf das unter Artenschutz stehende Tier geschossen hat. »Die Flosse zeigt etwa neun Einschüsse auf der linken Seite. An zwei Stellen auf der rechten Seite scheinen Kugeln wieder ausgetreten zu sein«, sagte die Meeresbiologin Cristina Otero Sabio der ZEIT. Sie arbeitet für WeWhale.
