Der US-Techkonzern Meta muss sich in einem Gerichtsverfahren wegen schwerer Vorwürfe um Social-Media-Sucht
durch seine Plattformen Instagram und Facebook verantworten. Dem Konzern wird vorgeworfen, mit seinen Plattformen Minderjährige abhängig und damit
psychisch krankzumachen. Die Klage richtet sich dabei gegen die Art, wie die
Onlineplattformen konzipiert sind, und nicht gegen die Inhalte, die auf ihnen verbreitet werden. Am heutigen Dienstag (Ortszeit) werden die Eröffnungsplädoyers bei dem Prozess vor einem Bundesgericht im kalifornischen Oakland erwartet.
Der Prozess geht auf die sogenannten Facebook Files zurück.
Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen veröffentlichte Ende 2021 die Ergebnisse einer konzerninternen Recherche zu den Auswirkungen der Plattformen auf die seelische Gesundheit minderjähriger Nutzerinnen. Demnach waren im Meta-Konzern die
schädlichen Auswirkungen des Social-Media-Konsums bekannt. Doch in öffentlichen Stellungnahmen wies der Konzern Bedenken und Warnungen zurück.
Zahlreiche US-Bundesstaaten leiteten
nach diesen Enthüllungen eine gemeinsame Untersuchung der Vorwürfe ein. 29 Bundesstaaten reichten
zwei Jahre später Klage gegen Meta ein. Stellvertretend für sie führen nun Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey einen
Pilotprozess. Sollte Meta vor
Gericht unterliegen, muss der Konzern mit allen klagenden Bundesstaaten eine
Vereinbarung schließen.
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