Der GameStop-Chef Ryan Cohen hat für den Fall einer Übernahme einen Stellenabbau bei eBay angekündigt. »Sie haben 11.500 Beschäftigte – und das ergibt keinen Sinn«, sagte der Chef des Videospielhändlers im Podcast TBPN. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen habe, desto langsamer werde es, sagte Cohen.
Der Onlinehändler eBay hatte nach jüngsten Angaben zum Ende vergangenen Jahres 12.300 Mitarbeiter, davon 7.200 in den USA. Cohen will das Unternehmen im Fall einer Fusion selbst leiten. »Mein Ziel ist: Ich will Ebay besitzen. Ich will eBay führen. Ich will, dass es mein Baby ist«, sagte er im Podcast.
GameStop hatte am Wochenende ein rund 56 Milliarden US-Dollar umfassendes Übernahmeangebot für eBay vorgelegt. Es soll laut Cohen zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien beglichen werden. Details der Finanzierung blieben jedoch zunächst unklar. Unter anderem müsste GameStop neue Aktien ausgeben.
Konkurrenz für Amazon
Mit der Kombination aus GameStop und eBay wolle er einen stärkeren Konkurrenten zum weltgrößten Onlinehändler Amazon aufbauen. »Ich habe vor, eBay in ein Unternehmen zu verwandeln, das mehrere Hundert Milliarden Dollar wert ist«, sagte Cohen dem Wall Street Journal am Wochenende. GameStop ist deutlich kleiner als eBay, daher wäre der geplante Zukauf ungewöhnlich.
eBay hatte sich vor allem in den 2000er-Jahren zu einer wichtigen Plattform im Onlinehandel entwickelt, wurde aber von Amazon überholt. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,10 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 2,03 Milliarden.
Cohen hatte vor seiner Zeit bei GameStop als Mitgründer den auf Haustierartikel spezialisierten Onlinehändler Chewy geführt. Er ließ viele Läden schließen und setzte stattdessen auf das Geschäft etwa mit Sammelkarten und Retrokonsolenspielen, die Nostalgie bei Gamern wecken.
