
Wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, war das Geschoss am Himmel für einige Anwohner Südkoreas in der nordöstlichen Küstenregion mit bloßem Auge sichtbar. Das Kommando des US-Militärs für den Pazifik-Raum erklärte, die Ereignisse stellten keine unmittelbare Gefahr für US-Personal, die Vereinigten Staaten oder das Hoheitsgebiet der Verbündeten dar.
Bevorstehendes US-südkoreanisches Militärmanöver
Vergangene Woche hatte Nordkorea ebenfalls eine Kurzstreckenrakete abgefeuert. Laut südkoreanischen Berichten dürften die jüngsten Raketentests im Zusammenhang mit den jährlichen Militärübungen der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte stehen. Diese sollen am 17. August beginnen. Daher rechnen Experten in den kommenden Tagen und Wochen möglicherweise mit weiteren nordkoreanischen Raketentests. Nordkoreas Staatsführung betrachtet die Militärmanöver als potenzielle Kriegsvorbereitung, während Seoul und Washington deren defensive Natur betonen.
Es handelt sich laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap bereits um Nordkoreas elften ballistischen Raketenstart in diesem Jahr. Dem abgeschotteten Land unter Führung von Machthaber Kim Jong-un ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.
Staaten warnen vor Gefahren unangekündigter Raketentests
Die USA und rund 40 weitere Staaten hatten kurz zuvor in einer gemeinsamen Erklärung vor den Gefahren unangekündigter Tests ballistischer Raketen gewarnt. Durch solche Tests würden Frieden und Sicherheit bedroht, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung von Staaten aus dem europäischen und dem indopazifischen Raum. Sie wurde einen Monat nach dem Start einer atomwaffenfähigen ballistischen Rakete durch China veröffentlicht.
„Die Durchführung von Tests atomwaffenfähiger ballistischer Raketen ohne ausreichende Vorankündigung und detaillierte Angaben ist gefährlich und beeinträchtigt Frieden und Sicherheit der betroffenen Staaten in der Nähe dieser Tests“, erklärten die Unterzeichnerstaaten. „Dies erhöht das Risiko von Fehleinschätzungen, untergräbt die globale Stabilität und Sicherheit und ist unvereinbar mit der Verantwortung, die mit dem Besitz von Langstreckenraketen-Kapazitäten einhergeht.“
