Die derzeitigen Regenschauer erleichtern es Schiffen, den Rhein zu befahren. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) warnt zugleich vor überzogenen Erwartungen. Der Rheinpegel sinke zwar nicht weiter ab, sagte ein Sprecher. Im rheinland-pfälzischen Kaub, einem Nadelöhr der Rheinschifffahrt, liege er aber weiterhin auf einem historischen Tiefstand.
In den vergangenen Tagen war die Güterschifffahrt auf dem Rhein beinahe zum Erliegen gekommen. Wegen niedriger Pegelstände konnten Schiffe ihn bestenfalls ohne Fracht befahren. Auch zahlreiche Fähren konnten nicht mehr verkehren. Sie mussten ihre Bootsanleger so steil am Ufer anlegen, dass keine sichere Beladung mehr möglich war.
Nur Abschnitte des Rheins schiffbar
Auch der Betreiber des Duisburger Hafens erwartet keine schnelle Entspannung. Dank der Niederschläge könnten die Schiffe aber voraussichtlich demnächst etwas mehr Fracht aufnehmen, sagte der Konzernbeauftragte für Binnenschifffahrt, Joachim Holstein. Den flussabwärts von Kaub gelegenenen Duisburger Hafen könnten weiterhin große Schiffe anfahren. »Sie kommen aber nicht mehr weiter Richtung Köln oder Richtung Mannheim oder noch weiter Richtung Basel«, ergänzte Holstein. Auch auf den fahrbaren Routen könnten die Schiffe gegenwärtig etwa 20 Prozent der üblichen Ladung an Bord nehmen.
