US-Außenminister Marco Rubio hat vor Fortsetzung des Treffens mit seinen Amtskollegen in Schweden erneut das Missfallen der US-Führung über die Rolle der Natopartner im Irankrieg geäußert. US-Präsident Donald Trump ​sei »sehr enttäuscht«
von Bündnismitgliedern, die den ‌USA ⁠die Nutzung ​von Stützpunkten
auf ihrem Territorium für den Irankrieg verweigert ​hätten, sagte Rubio vor seiner Abreise zum Treffen der Nato-Außenminister in Schweden. »Es gibt Länder wie
Spanien, die uns die Nutzung ⁠dieser Stützpunkte ​verweigern –
warum sind sie dann ‌in der ‌Nato? Das ist eine ​sehr berechtigte
Frage«, sagte Rubio in ​Miami ehe er nach Skandinavien aufbrach.

In Helsingborg setzen die Außenminister der Nato-Staaten am heutigen Freitag ihr zweitägiges Treffen fort. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Europa seine militärischen Fähigkeiten ausbauen und künftig mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung übernehmen kann. Die Minister bereiten außerdem den Nato-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vor, der für den Juli in Ankara angesetzt ist. In Schweden tagen unter anderem der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) und der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha.

Neben diesen Themen soll es um den Irankrieg und das Verhältnis zwischen den USA und ihren Verbündeten gehen. Wadephul sagte vor seinem Abflug nach Schweden, Deutschland sehe sich mit Blick auf einer größere Rolle Europas in der Nato in einer »Führungsposition«. Ziel sei »eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht«.