Wegen eines Großbrandes auf dem früheren Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark sind die zweite Nacht in Folge anliegende Orte geräumt worden. Am Abend wurden die Bewohner der Orte Granzin und Granzineer Mühle dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. »Das Problem ist, dass sich der Wind wieder gedreht hat und auch ein bisschen aufgefrischt hat«, sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.
Zuletzt habe sich das Feuer dem gut 100 Einwohner zählenden Ort Granzin bis auf etwa 1,4 Kilometer genähert. Bereits am Montag, dem Tag der ersten Feuermeldung, waren Granzin, Granziner Mühle und Krienke zeitweise geräumt worden.
Das Feuer befindet sich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz der Sowjetarmee, der mit Altmunition belastet ist. Daher kann die Feuerwehr nicht direkt bis in das Brandgebiet vordringen, sondern muss einen Sicherheitsabstand von einem Kilometer einhalten. Das erschwert die Brandbekämpfung. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz, zuletzt war von etwa 250 Kräften die Rede. Weitere würden nachgefordert.
Der aktuelle Brand werde die Einsatzkräfte noch Tage beschäftigen, sagte der Sprecher. Mit Regen rechne man frühestens am Donnerstag, eher am Freitag. »Wenigstens bis dann wird das noch aktuell sein.«
Erst Ende Juni war auf einem anderen, nahe gelegenen Truppenübungsplatz im Nationalpark ein Brand ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen, der Einsatz dauerte mehrere Tage. Auch dort handelte es sich um munitionsbelastetes Gelände.
