Mexiko strebt eine strafrechtliche Verfolgung wegen zahlreicher Todesfälle mexikanischer Migranten bei Einsätzen oder
im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden ICE an. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, seien mittlerweile mindestens 17 mexikanische Staatsbürger durch die Einwanderungsbehörde ICE oder andere US-Behörden zu
Tode gekommen. Drei von ihnen seien demnach bei Abschieberazzien und 14 weitere in Migrations-Haftzentren gestorben. Die Ankündigung erfolgte wenige Tage nachdem, ein Mexikaner in Texas durch Schüsse eines ICE-Agenten ums Leben kam.

Velasco sprach von einer »schmerzhaften Tragödie«, auf die man nach Anweisungen der Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht mehr nur diplomatisch reagieren werde. Stattdessen will die mexikanische Regierung unter anderem beim US-Justizministerium einen entsprechenden Antrag auf Strafverfolgung stellen. Neben der Erstattung von strafrechtlichen Anzeigen plant Mexiko zudem, die
privaten Unternehmen zivilrechtlich zu verklagen, die die Haftzentren
von ICE betreiben. Mit diesen Schritten wolle man zu einem Ende von Menschenrechtsverstößen in diesen Einrichtungen beitragen.

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