
Bei einer Messerattacke in einer Bank in Regensburg ist ein Mann tödlich verletzt worden. Der Angreifer befinde sich mit weiteren Menschen im Gebäude, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Spezialkräfte rückten an, der Bereich um die Filiale wurde weiträumig abgesperrt. Ermittelt werde wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls, sagte die Polizeisprecherin.
Nachdem die Einsatzkräfte zunächst nur Blickkontakt zu dem Opfer hatten, konnte es später von Rettungskräften erstversorgt werden. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es zunächst vonseiten der Polizei. Wenig später teilte die Polizei mit, dass das Opfer gestorben sei.
Polizei geht von Einzeltäter aus
„Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Mann. Wir gehen aktuell von einem Einzeltäter aus“, sagte die Polizeisprecherin. Die genaue Zahl der Menschen im Gebäude der Bankfiliale blieb zunächst unklar.
Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben einem Hubschrauber wurde auch das Spezialeinsatzkommando alarmiert. Was das Motiv des Täters ist, blieb zunächst offen.
Die Bank befindet sich im Erdgeschoss eines großen Gebäudekomplexes; in den Stockwerken obendrüber sind Wohnungen. „Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität“, betonte die Sprecherin. Die Polizei rief die Menschen dazu auf, die Umgebung rund um den Tatort weiträumig zu meiden.
In den ersten Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu dem Vorfall war von einer „Geiselnahme“ die Rede, später von einer „möglichen Geiselnahme“. Die Nachrichtenagentur AFP spricht von einem „Messerangriff“.
Um 14.50 Uhr hat die Polizei in Regensburg nach eigenen Angaben die erste Einsatzmeldung bekommen. Die Mittelbayerische Zeitung hat auf ihrer Website gegen 16.20 Uhr ein Video veröffentlicht, in dem ein Sprecher der Polizei die Lage folgendermaßen beschreibt: „Eine mögliche Geisellage können wir einräumen, in diese Richtung wird es wohl gehen. Genauer können wir es noch nicht einordnen.“
