Russlands Staatschef Wladimir Putin könnte US-Medienberichten
zufolge die Nato mit einem begrenzten Angriff auf ein Mitgliedsland testen. Das
berichteten das Wall Street Journal (WSJ) und der Sender CNN übereinstimmend.
Sie berufen sich dabei auf US-Geheimdienstberichte, deren Inhalte ihnen
US-Beamte und mit den Berichten vertraute Quellen geschildert
hätten.
Mögliche Szenarien reichen demnach von einer Cyberattacke
bis hin zu einem klein angelegten Eindringen in ein Nato-Land. Nach
Informationen des WSJ waren die USA zwar zuvor davon ausgegangen, dass Putin kein
Nato-Land provozieren wolle, während er noch Krieg gegen die Ukraine führe.
Diese Einschätzung habe sich jedoch dieses Jahr geändert, zitierte die Zeitung
US-Beamte.
Ziel eines möglichen Angriffs Putins auf ein Nato-Land während des
andauernden Ukraine-Kriegs wäre demnach eine Spaltung des Bündnisses. Als weiteres mögliches Szenario nannte die Zeitung das
Entsenden von Soldaten in nicht gekennzeichneten Uniformen zur Besetzung von
Gebieten.
Eindringen in Nato-Ostflanke sei noch unwahrscheinlich
Die Wahrscheinlichkeit für das Extremszenario – ein Eindringen in ein
Gebiet der Nato-Ostflanke – sei gering, steige aber mit fortschreitender Zeit,
schrieb das WSJ über die Befunde der Geheimdienstberichte. Der geschätzte
Zeitrahmen für jegliche mögliche Angriffe reicht demnach von diesem Herbst bis
zum Jahr 2029.
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