Ihre überraschende Kandidatur für den FDP-Vorsitz scheiterte, aber der Parteitag der Liberalen war aus Sicht von Marie-Agnes Strack-Zimmermann trotzdem ein Erfolg. Hier erklärt sie warum und welche Lehren sie aus dem Europaparlament für den Umgang mit der AfD zieht.

DIE ZEIT: Frau Strack-Zimmermann, Sie haben am Wochenende mit einer Kampfkandidatur gegen Wolfgang Kubicki den Parteitag der FDP aufgemischt. Wann haben Sie sich für diese Kandidatur entschieden?

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Am Freitag. Mit dem Rückzug von Henning Höne Mitte Mai hatten wir aus meiner Sicht eine neue Lage. Ich hatte seine Kandidatur für den Parteivorsitz unterstützt, weil er für eine unaufgeregte und seriöse Politik steht. Ich habe dann ein paar Tage darüber nachgedacht, was daraus für mich folgt, und dann relativ kurzfristig eine Entscheidung getroffen.