Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Amerikaner am Vorabend des Nationalfeiertags aufgefordert, stolz auf ihr Land zu sein. „Wir sind das stärkste und erfolgreichste Land, das jemals existiert hat“, sagte er am späten Freitagabend vor den steinernen Präsidentenköpfen am Mount Rushmore in South Dakota. Am 4. Juli jährt sich zum 250. Mal die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, mit der sich 1776 die 13 Kolonien von der britischen Kolonialmacht lossagten.
Kein anderes Land habe jemals der Welt so viel Gutes gebracht, sagte Trump weiter. Vor 250 Jahren sei eine Revolution in Gang gesetzt worden, die immer noch andauere. „Wir erweisen George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt die Ehre“, bemerkte er mit Blick auf die in Stein gemeißelten Köpfe. „An diesem Jubiläum müssen wir uns erinnern, dass die Freiheit nur dank der Leistung der Amerikaner existiert.“ Was Amerika so einzigartig mache, sei die amerikanische Freiheit. Dazu gehöre auch die Freiheit, Waffen zu tragen. „Wir werden immer kämpfen, kämpfen, kämpfen – und gewinnen, gewinnen, gewinnen“, sagte Trump.
Trump zeichnete in seiner Rede vor der Kulisse das Bild von den USA als Nation, die sich auf Gott berufe. Trump sagte: „Unsere Rechte“ seien von Gott verliehen worden, „der uns erschaffen hat.“ Er hob hervor, dass man in den USA Englisch spreche, weil es die Sprache der Gründerväter sei. Trump erwähnte nicht, dass sehr viele Menschen in den USA auch Spanisch sprechen.
Die amerikanische Identität stehe unter Beschuss, warnte der Präsident in einer Rede, die zunehmend parteipolitischer wurde. Kommunismus sei eine Bedrohung für die amerikanische Identität, sagte er mit Blick auf die Demokraten. „Es gibt derzeit ein Wiederaufleben der kommunistischen Bedrohung in unserem Land“, sagte Trump. Dies schließe auch „Neuankömmlinge“ ein, deren Ideen der amerikanischen Lebensweise und dem Erfolg des Landes widersprächen. Die Ideologie sei der Feind des Geistes des 4. Juli. „Wir werden sie nicht gewinnen lassen.“ Amerika werde niemals ein kommunistisches Land sein. Er rief dazu auf, seinen Entwurf für eine Wahlrechtsreform zu verabschieden – noch vor den Kongresswahlen im Herbst. Dann werde man lange Zeit nie wieder Wahlen verlieren.